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Reisetagebuch der Freundeskreisreisen
Ecuador - Galapagos im Jan/Feb und März 2007
1. Reise 26.01. - 17.02.07 2. Reise 2.03. - 24.03.07
1. Reise Freitag 26.01. - Samstag 17.02. 2007
31.01.07
quito - cotopaxi - chimborazo - baños
liebe leute,
hier ein erster gruss aus ecuador in kuerze, genauer aus baños, der gemuetlichen thermen-stadt am fusse des aktuven vulkans tungurahua am ostabhang der anden.
unsere anreise verlief problemlos, am abend des 26 januar trafen wir gut in quito ein. es begruesste uns ein regenschauer, aber der hielt uns nicht von einer ersten kurzen erkundungstour des kolonialen altstadtteils ab, in welchem unser hotel liegt. am naechsten morgen strahlte die sonne dafuer umso schoener, und wir unternahmen nun einen ausgedehnten bummel durch die altstadt, um die schmalen gassen, gruenen plaetze und praechtigen kolonialkirchen zu besichtigen. der nachmittag fand uns direkt auf der aequatorlinie ca. 30 km noerdlich von quito, wo man uns einige experimente zum equinoccialring vorfùehrte.
am folgenden tag bewegten wir uns auf der panamericana im andenhochtal richtung sueden, um nach einem rustikalen indianermarkt-besuch mit viel ambiente den hoechten aktiven vulkan der welt anzusteuern: wir unternahmen an den haengen des cotopaxi eine wanderung auf ca. 4.000 meter hoehe durch die einsame paramo-vegetation hin zu einer eiszeitlichen lagune und beobachteten dabei herden wilder pferde.
die nacht verbrachten wir in der altehrwuerdigen hacienda la cienega, in der schon alexander von humboldt auf seiner amerikareise wohnte und in der die erste verfassung ecuadors geschrieben wurde.
am montag reisten wir weiter gen sueden, besichtigeten dabei verschiedene betriebe und manufakturen, die uns die wirtschaft und das handwerk der einheimischen naeherbrachten. waehrend der fahrt genossen wir phantastische blicke auf die vulknae der beiden andenkordilleren. abends erreichten wir riobamba, die hauptstadt der provinz chimborazo.
gestern nun fuhren wir durch die weiten des paramo immer hoeher hinauf in der westkordillere, um schliesslich bei 4.800 metern hoehe die erste huette des hoechsten berges ecuadors und hoechsten vulkans (nicht aktiv) der welt zu erreichen: des koeniglichen goetterberges chimborazo.
eine wanderung fuehrte uns hinauf zur oberen schutzhuette auf exakt 5.000 meter hoehe. es ist eine ganz eigene erfahrung, in dieser hoehe mal gewandert zu sein. da wir inzwischen durch die vorangegangenen tage ideal aklimatisiert waren, schaffte es die ganze gruppe ohne probleme hinauf - allerdings beruecksichtigten wir auch diverse vorsichtsmassnahmen...
nachmittags kehrten wir dann durch die grandiosen weiten der andenwelt zurueck in die zivilisation und besuchten einen kleinen indianermarkt im stammesgebiet der salasaca-indianer, wo es die schoensten ponchos und wandteppiche ecuadors zu guenstigsten preisen gibt. der tag war so prall voll von ereignissen und erlebnissen, dass wir baños im durchbruchtal des rio pastaza in der ostkordillere erst in der dunkelheit erreichten.
heute nun haben wir einen "freien tag", aber dennoch viel zu tun: stadtbummel und kleine wanderung zu einem zoo etwas ausserhalb, und natuerlich entspannen in den thermen des hotels. und heute abend werden wir eine "peña" aufsuchen, ein folkloelokal mit indianermusik...
in den naechsten tagen werden wir einen schnupperbesuch in amazonien unternehmen und schliesslich mit der beruehmten anden-eisnenbahn ins kuestentiefland nach guayaquil reisen, von wo aus wir zu den ca. 1.000 km weit im pazifik gelegenen galapagosinsel aufbrechen.
liebe leute: ich muss los, entschuligt die kuerze der darstellung, es ist nur sehr grob uebersichtsweise gelungen, aber jetzt wartet die gruppe auf unser ausgefeiltes abendprogramm... spaeter mehr, bis dahin alles gute und ganz herzliche gruesse vom andenostabhang, thomas
5.02.07
amazonien - zugfahrt teufelsnase - guayaquil - flug nach galapagos
liebe leute,
nun befinden wir uns schon auf den galapagos-inseln. hier wird es naturgemaess wohl noch schwieriger, mails abzusetzen oder reisetagbucheintraege ins netz zu stellen...
die besteigung des chimborazo verlief fuer alle beteiligten erfolgreich: die ganze gruppe erreichte die whymper-huette auf 5.000 meter. es folgten 2 tage in baños mit abstecher nach amazonien. auch hier hat sich eine menge getan in den letzten jahren: die strasse im durchbruchtal der rio-pastaza-schlucht ist asfaltiert und somit sehr viel flotter zu befahren als frueher, was uns zeit gewinnt fuer zusaetzliche interessante aktionen. ueber die schlucht spannen sich kleine seilbahnen zu den wasserfaellen bzw. wanderwege und beobachtungsbalkons an den interessantesten, zuvor nicht erreichbaren stellen..
vorgestern mussten wir frueh aus den federn, um in riobamba den ehemaligen zug nach guayaquil zu erreichen. der faehrt zwar schon lange nicht mehr bis dorthin durch, aber doch noch durch die westkordillere an der beruehmten teufelsnase vorbei. wir hatten gewaltiges glueck: durch vorangegangene regenfaelle war die strecke zwei wochen lang nicht befahrbar gewesen, und wir mussten mit diesem ersten zug seither buchstaeblich eine menge steine aus dem weg raeumen, aber schliesslich erreichten wir die teufelsnase, wo sich der zug mithilfe von totgleis-serpentinen (vorwaerts - rueckwaerts - vorwaerts - rueckwaerts immer tiefer) ins kuestentiefland rangiert..
gestern brachte uns nach einer unvergleichlich erlebnisreichen woche der fruehflug von guayaquil nun endlich nach galapagos, wo wir erstmal die charles-darwin-forschungsstation besuchten und heute bereits mit einer wunderschoenen yacht zur insel santa fe uebersetzten. morgen erkunden wir das hochland von santa cruz, bevor es nach san christobal weitergeht. in den darauffolgenden tagen werden wir die inseln española (unbewohnt, spezielle echsenarten) und floreana anfahren, wo wir bei wittmers, den ersten (deutschen!) siedlern, wohnen werden ("postlagernd floreana"!!)
schliesslich werden wir auf isabela, der letzten bewohnten insel, das fuer unsere gruppe gecharterte kleine kreuzfahrtschiff besteigen und den westlichen unbewohnten archipel erkunden. keine guten aussichten fuer weitere rtb-eintagungen - jedoch wir melden uns sobald wir es wieder einrichten koennen..!!
aber das wichigste ist: allen beteiligten geht es weiterhin gut und alle sind total begeistert von den taeglichen ueberwaeltigenden erfahrungen und eindruecken.
ich wuensche euch allen alles gute und sende euch ganz liebe gruesse aus puerto ayora, santa cruz, galapagos thomas
16.02.07
galapagos-kreuzfahrt
liebe leute,
es tut mir sehr leid dass ihr so lange auf neue nachrichten aus galapagos warten musstet - aber wie wir erfahren mussten, ist es nun mal so, dass es dort schier unmoeglich ist, mails abzusetzen oder gar die website zu aktualisieren, sind wir doch groessten teils mit schiffen im archipel unterwegs, weitab jeder internet-moeglichkeit...
zunaechst waren wir ja im inneren bereich zwischen den bewohnten inseln unterwegs. ein rasantes speedboot brachte uns mit erheblichem zeitgewinn fuer spannende excursionen ueber die blanke blaue see zu den interessantesten besucherstandorten auf den verschiedenen inseln, wir besuchten kickers rock und española und schnorchelten zwischen bunten rifffischen und rochen, waehrend verspielte seeloewen um uns herum kurvten und in die tauchermasken schauten. sogar die "vegetarischen" galapagos-weissspitzen-haie machten uns vereinzelt die ehre, waehrend wir versuchten, den unerwartet flotten meeresschildkroeten zu folgen...
auch auf floreana gab es - obwohl "ein wenig" bewohnt - noch keine internet-moeglichkeit: die deutsche familie wittmer, die hier in den 1930'iger jahren als erste siedelte und nun in der zweiten und dritten generation ein strandhotel betreiben, sind wie ihre wenigen nachbarn schlicht noch nicht so weit - immerhin gibt es inzwischen telefon...
auf der groessten insel isabela - etwa so gross wie teneriffa, aber nur 800 einwohner (teneriffa 350.000 einwohner) - fand sich zwar trotz sonntag kurz vor abfahrt eine internetverbindung, aber die war dann so langsam, dass es fuer einen bericht schlicht nicht mehr reichte.
hier aenderten wir unseren reisestil: um die abgelegenen teile der inselwelt erkunden zu koennen, erwartete uns in der hafenbucht von isabela eine urige motoryacht mit kabinen unter dem sonnendeck, mit dessen hilfe wir nun den unbewohnten teil des archipels erkunden und dabei an bord leben konnten. jeden tag booteten wir mit dem panga (beiboot) aus, wateten an einsamen fremden gestaden an land und unternahmen spannende exkusionen in undurchdringlichem busch oder vulkanischen mondlandschaften, bis wir schliesslich fast alle der im archipel heimischen sonderbaren tiere fotografisch "eingesammelt" hatten... nachts spannte sich ein absolut unglaublicher sternenhimmel ueber uns, so dass einige zum schlafen gleich an deck blieben.
gestern hiess es nun nach einem letzten inselbesuch und zwei fantastischen wochen auf und zwischen den inseln endgueltig abschiednehmen von straenden, die man sich ohne seeloewen und meerechsen gar nicht mehr vorstellen mag; seevoegeln, die einen beim lebhaften balz- und brutgeschaeft sorglos zuschauen lassen; sowie den urzeitlichen riesenschildkroeten in ihren gruenen sonnenblumenbaeumen-dschungeln...
nach 2-stuendigem flug ueber die blauen weiten des pazifiks zurueck in der zivilisation, schlenderten wir in guayaquil den neuen malecón 2000 entlang zum malerischen bunten gruendungsviertel der stadt zwischen traege fliessendem rio guayas und dem alten leuchtturm auf der spitze des bergkegels las peñas. das abschiedsessen nahmen wir in einem skurrilen lokal im kuenstlerviertel direkt am fluss ein. heute nun verbringt die gruppe ihren letzten tag bei bummel und letzten einkaeufen in der stadt, waehrend ich reisetagebuch und mailbox auf vordermann bringe...
noch heute abend beginnt fuer die gruppe die lange heimreise, aber innerhalb von 24 stunden sollten die meisten wohl zu hause sein. eine fantastische reise, die laut aussage der teilnehmner alle erwartungen nicht nur erfuellt, sondern weit uebertroffen hat, geht zu ende.
fuer die teilnehmer der zweiten gruppe im maerz werde ich in kuerze einen erfahrungsbericht zusammen stellen, der bei den letzten reisevorbereitungen hilft. ihr werdet ihn innerhalb der naechsten woche erhalten.
ich selbst werde in der region bleiben und nach peru weiterreisen, um die peru-bolivien-reisen vom kommenden sommer/herbst vorzubereiten. natuerlich werde ich alle interessenten weiterhin von zeit zu zeit auf dieser seite auf dem laufenden halten.
bis dahin wuenschen wir euch alles gute und senden euch ganz herzliche gruesse noch aus guayaquil thomas und die la-palma-explorers
2. Reise Freitag 2.03. - Samstag 24.03. 2007
4.03.07
gruss von der 2. gruppe aus quito
liebe leute,
nun aber: die 2. ecuador-gruppe ist komplett und gesund hier eingetroffen !!
nach einer knapp zweiwoechigen crash-reise durch peru, wo ich die freundeskreis-expeditionen des kommenden sommers wasserdicht machte, konnte ich am freitag abend die ganze neue gruppe wohlbehalten einschliesslich saemtlichen gepaecks am flughafen in quito in empfang nehmen.
gestern haben wir bereits quito und den aequator unsicher gemacht und befinden uns im augenblick im aufbruch nach sueden. deshalb hier nur eine kurze mitteilung an die angehoerigen, dass es allen gut geht und niemand fehlt o.ae...
heute verlassen wir die ecuadorianische hauptstadt quito und fahren auf der panamericana-strasse gen sueden zum cotopaxi, dem hoechsten aktiven vulkan der welt (5.870 m). dort wollen wir an seinen haengen in ca. 4.000 meter hoehe eine wanderung durch die tundraartige paramo-vegetation unternehmen, bevor wir abends in einer herrschaftlichen hazienda unsere nicht minder herrschaftlichen zimmer beziehen. in dieser hazienda naechtigte schon alexander von humboldt bei seiner spaeter so beruehmt gewordenen amerikareise, hier wurde von den freiheitskaempfern der ersten stunde gegen die spanischen kolonialherren ein erster verfassungsentwurf ausgearbeitet, und aus dieser familie stammten schon zwei ecuadorianische paesidenten..
morgen geht es dann weiter durch das anden-lanegstal richtugn sueden nach ambato und riobamba, von wo aus wir uebermorgen den chimborazo, den hoechsten (nicht mehr aktiven) vulkan der welt (6.310 m) in angriff nehmen werden, um uns seinem gipfel zu fuss bis auf eine hoehe von 5.000 meter zu naehern. von dort aus geht es zur erholung nach baños, einem ort an der ostabdachung der anden gen amazonien, wo wir uns ein paar tage erholen werden und von wo aus dann auch ein neuer eintrag im reisetagebuch zu erwarten ist..
bis dahin wuenschen wir euch allen einen schoenen rest-winter (immerhin werdne wir hier am aequator schnee zu sehen bekommen, auch wenn wir dafuer auf 5.000 meter hoehe steigen muessen..)
alles gute und ganz liebe gruesse von den la palma explorers aus ecuador, thomas
11.03.07
gruss aus galapagos
liebe leute,
nun befinden wir uns schon auf den galapagosinseln, wo wir nach einer fantastischen reise durch die aequatorialen anden und tropischen tieflaender heute eingetroffen sind.
nach wie vor geht es uns allen gut, und wir haben nun schon eine woche voll neuer erfahrungen hinter uns.
cotopaxi und chimborazo bestiegen wir bis auf 5.000 meter hoehe, was zwar einige schwierigkeiten, aber keine ausfaelle mit sich brachte. vom chimborazo auf der anden-westkordillere aus bewegten wir uns quer durch das anden-laengstal zum durchbruchtal des rio pastaza in der ostkordillere, einem hauptzufluss des amazonas, und steuerten ueber das indianerdorf der salasaca-indianer den auf 1.800 meter hoehe in der ostabdachung gelegenen thermalbaederort baños an. auf der fahrt dorthin sahen wir ueber dem nahen tungurahua- vulkan mehrfach eine gewaltige rauchwolke stehen, wie ein atompilz. in einem dorf sagte man uns, dass baños zur "roten zone" erklaert worden, also gesperrt sei. dies stellte sich zum glueck bald als fake heraus, aber naechtliche beben und grollen begleiteten uns sowohl in riobamba wie in baños.
von baños aus unternahmen wir eine exkursion hinunter ins amazonische tiefland. eine kleine wanderung entlang des rio puyo brachte uns eine idee des primaeren urwalds nahe, unterstuetzt durch den besuch eines ethno-botanischen gartens, in welchem uns ein echter shuar-indianer (das sind die ehemaligen schrumpfkopfmacher) die gebraeuche seines volkes und ihre unglaublichen pflanzenmedizinischen kenntnisse naeherbrachte.
von riobamba aus fuhren wir per eisenbahn - im gegensatz zur vorherigen gruppe diesmal kein schienenbus, sondern ein richtiger langer zug - mehrheitlich auf dem dach der waggons wieder quer durch die anden richtung westen, an der beruehmten teufelsnase vorbei: hier haben geniale ingenieure schon anfang des zwanzigsten jahrhunderts serpentinen fuer die bahn in eine steilwand gebaut, in der der zug mit hilfe von weichen und totgleisen im zick-zack in die schlucht hinabgefuehrt wird.
schiesslich brachte uns unser bus gestern nach guayaquil, der gewaltigen megastadt am rio guayas, von wo aus wir heute morgen per flug nach den 1.000 km weit im pazifik gelegenen galapagosinseln aufbrachen. hier haben wir heute schon die darwin-station mit ihrer aufzuchtstation fuer riesenschildkroetenbabies besucht und werden morgen die wildlebenden grossen vertreter ihrer art im hochland der insel aufsuchen.
in den naechsten tagen werden wir per island-hopping die anderen bewohnten inseln aufsuchen, nicht ohne dabei verschiedene unbewohnte inseln en route "mitzunehmen".
auf den inseln werden wir in netten pensionen und hotels wohnen und dabei nette menschen und ihre geschichte auf den inseln kennen lernen.
in der naechsten woche werden wir dann unser kreuzfahrtschiff(chen) (16 plaetze) "floreana" entern und den westlichen unbewohnten teil der inseln erforschen, bevor wir am 22.03. nach guayaqyil zurueck fliegen.. irgendwann in dieser zeit wird auch ein neuer eintrag folgen.
bis dahin wuensche wir euch alles gute und gruessen euch aus puerto ayora, santa cruz, galapagos thomas
18.03.07
gruss aus isabela, galapagos
liebe leute,
unmittelbar vor ablegen unseres kreuzfahrers noch ein letzter gruss aus galapagos:
die letzte woche verbrachten wir mit inselhuepfen ueber die bewohnten inseln, dabei wohnten wir bei einheimischen in kleinen unterkuenften und bei den "insel-robinsons" von floreana..
im oasendorf pto. villamil auf isabela wird an unserem ankunftstag gerade der unabhaengigkeitstag der gemeinde gefeiert: die ganze nacht ueber schallt die muntere salsamusik vom festplatz herueber - wer lust hat, kann hier bis zum morgendlichen aufbruch auf den sierra-negra-vulkan durchfeiern: bei unserer abfahrt hinauf ins hochland toent immer noch die musik durchs dorf..
auf ehemals wilden pferden - heute eher zu zahm..- reiten wir ueber den kraterrand zum juengst ausgebrochenen volcan chico. abends verabschieden wir unseren bisherigen fuehrer harry, der hier auf der insel isabela seine familie hat. dabei erhalten wir nachricht, dass elf wale vor dem ort gestrandet sind. pick-ups mit herlfern sind bereits auf dem weg zum strand. heute frueh koennen auch wir uns ein bild machen: ein wal ist tot, die anderen izwischen mit plastikplanen ueberdacht. sie werden staendig mit wasser uebergossen. schliesslcih ist ein plastikfloss gefertigt, und der erste wal - es handelt sich um kleine pilotwale - wird auf das floss gewuchtet. viele helfer ziehen nun das floss ins meer, man hatte bis jatzt auf die flut warten muessen. draussen wird der erschoepfte wal frei gelassen, aber schon zwei minuten spaeter ist er wieder auf dem strand.. inzwischen sind einige andere wale erfolgreich in s wasser zurueck befoerdert worden, aber es bleibt ein langer kampf, alle wale von der richtigen schwimmrichtugn zu ueberzeugen..
wir mussten usn irgendwann losreissen und ins hotel zum packen gehen. denn in wenigen minuten werden wir an bord unseres kreuzfahreres "floreana" gehen. die naechsten tage werden wir dann im unbewohnten westteil des archipels unterwegs sein und die abgelgenen, sehr selten aufgesuchten besucherstandorte anfahren. dabei werden wir auch dort an land gehen, wo darwin waehrend seiner anwesenheit auf den galapagos den darwinfinken nachgestellt hat..
ich muss schluss machen: alles gute nach d-land und ganz liebe gruesse von den explorers aus puerto villamil, insel isabela, galapagos thomas
23.03.07
zurueck aus galapagos
liebe leute,
gerade zurueck aus galapagos, senden wir euch einen letzten gruss aus guayaquil, wo wir heute unseren letzten tag der reise verbringen.
die letzten tage auf den galapagos-inseln waren einfach toll:
mit unserem gemuetlichen, mit ausgezeichneter frischer kueche versorgten schiffchen "floreana" schippern wir im abgelegenen westteil des archipels unbekannten, nur sehr selten aufgesuchten gestaden entgegen. in seichten buchten segeln unmengen von wasserschildkroeten und rochen unter unserem dingi hindurch; am "unerreichbarkeitspol", dem von jeder zivilisation entferntesten punkt der reise auf der abgelegenen, vulkanisch hoechst aktiven insel fernandina, beobachten wir zwischen bizarren lavaformationen die noch viel bizarreren meerechsen: wie sie sich - im ersten augenblick unsichtbar auf der lava - ploetzlich zu hunderten vom untergrund abheben, als ob sie soeben aus der lava selbst entstanden seien, und sich langsam richtung ufersaum bewegen, um in der brandung zu verschwinden und fuer die naechste stunde untermeerisch gruene algen von den umspuelten klippen zu grasen, bevor sie genauso unvermittelt aus der brandung wieder auftauchen und mit ihren hoeckern und stachelruecken wieder ein teil der schwarzen, scharfzackigen lava-umgebung werden..
wir lernen, die verspielten seeloewen von den runderen seebaeren (pelzrobben) zu unterscheiden und haben viel besuch von fregattvoegeln und pelikanen auf unserem schiff. pinguine "unterfliegen" uns beim schnorcheln, und die putzigen blaufusstoelpel zeigen uns vertrauensvoll ihre blauen fuesse..
eines abends naehern wir uns mit dem schiff dem aequator: aequator-taufe ist angesagt.
ein schluck salzwasser beider hemisphaeren und ein ohne minenverzug geschlucktes stueck roher fisch - geschenk von neptun persoenlich - berechtigen uns fuerderhin zum tragen des speziell vom kaeptn ausgewaehlten persoenlichen aequator-namens. so koennen hernach seeloewe, seebaer, rot- und blaufusstoelpel sowie prachtfregatte und rotschnabel-tropicvogel etc gemeinsam auf die gelungene aequatortaufe anstossen...
gestern frueh fuehrte uns ein letzter besuch auf der insel seymour-norte noch einmal die ganze bandbreite der exotischen, uns inzwischen so vertrauten tierwelt von galapagos vor, bevor wir uns der flughafeninsel baltra naehern. der kreis hat sich geschlossen, ein militaerflieger bringt uns bald zum festland.
abends unternehmen wir einen bummel durch guayaquils strassen und parks und entlang des wahrhaft mondaenen malecons (uferpromenade). wir muessen uns an die hektik der "zivilisation" erst wieder gewoehnen, bevor wir im altstadt- und kuenstlerviertel las peñas unser abschiedsessen geniessen koennen. ein leckerer absacker-cocktail in einer echten alten spelunke rundet den abend ab..
heute abend wird die gruppe den flieger nach europa besteigen, wo sie nach ca. 14-stuendigem flug (und 6 stuenden zeitverschiebung) morgen in madrid eintrifft, um noch am selben abend bis zum heimatflughafen in d-land weiterzufliegen.
ich selber werde nach quito aufbrechen, um - nach einigen gespraechen dortselbst - direkt nach cuba weiter zu reisen. ende april werde ich voraussichtlich wieder in d-land sein und euch dann unverzueglich einen ueberblick ueber die geplanten neuen reise-abenteuer des la-palma-explorers-freundeskreises in form unserer "previsión palmera" zustellen, damit ihr - bei wunsch - diese reisen in eure urlaubsplanung mit hineindenken koennt. bei der gelegenheit moechte ich noch mal daran erinnern, dass wir dringend noch zwei teilnehmer fuer die peru-bolivien-reise im september suchen, um diese reise sicherstellen zu koennen (der oktobertermin ist bereits ausgebucht).
alles gute und ganz liebe gruesse senden euch die la palma explorers zz noch aus guayaquil, und auf ein baldiges wiedersehen thomas nach oben
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