Reisetagebuch Cuba Mai 2011

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Vorher: Ecuador-Galapagos 2011

Reisetagebuch der

Freundeskreisreise Cuba 7.05. - 21./28.05.11

 

Dienstag   3. Mai 2011        Voraustruppe in Havanna: 

liebe leute,

inzwischen habe ich rückmeldung, dass die
galapagos-gruppe gut die heimat erreicht hat,
während thabi und ich nach einem flug über panama am sonntag abend in cuba eingetroffen sind. 

thabi sitzt nunmehr (montag) voller vorfreude auf ihre cubanischen freunde bereits im bus nach trinidad,
und ich bereite hier in havanna die neue gruppe vor, die kommenden samstag hier eintreffen wird. 

hier ein paar nachrichten speziell für leute,
die die aktuellen politischen entwicklungen in cuba verfolgen:
seit dem letzten jahr hat sich einiges getan auf der insel: 
die revolutionsparolen sind weitgehend verschwunden,
ganze häuserzeilen erscheinen in frisch renoviertem glanz,
es gibt legale straßenverkäufer und die ersten privaten taxifahrer. 
denn im april wurde nunmehr offiziell beschlossen,
dass private dienstleistungstätigkeiten nicht mehr verboten,
sondern im gegenteil gefördert werden sollen. 

größere produktionsbetriebe bleiben allerdings weiterhin staatlich ("volkseigentum"):
zwar scharren ausländische großkonzerne bereits mit den hufen vor ungeduld, sich nun auch dieses land zur beute machen zu können, aber noch bleiben sie außen vor.
ich bin wirklich sehr gespannt, ob sich die cubanische, eher humanistisch geprägte spielart des sozialismus vielleicht doch dauerhaft behaupten können wird  - seit über 50 jahren jeder überlebensfähigkeit bestritten, beweist dieses land jeden tag aufs neue, dass totgesagte umso länger leben.. :)

mit der neuen gruppe werden wir ab samstag dieses interessante land bereisen und die neuesten entwicklungen beobachten und berichten können. 

bis dahin ganz liebe grüße aus dem neuen cuba,
"euer mann in havanna"
thomas
                                                                                                                      
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Sonntag    8. Mai 2011        Havanna:  Cuba-Gruppe komplett eingetroffen

liebe leute,

alles klar:  die neue cuba-gruppe ist heute komplett, halbwegs puenktlich und einschl. saemtlichem gepaeck eingetroffen. 

zusammen mit manuel, unserem cubanischen fuehrer, holten wir die gruppe puenktlich vom flughafen ab und fuhren mit unserem gruppenbus in die stadt. im hotel angekommen, blieb uns noch genuegend zeit, um bei einem ersten bummel den prado hinunter das gemuetliche samstag-abendliche leben der hauptstadt zu geniessen und in einem einheimischen gartenlokal gemeinsam einen ersten mojito zu schluerfen, bevor es "fakultativ" noch lecker essen gab. 

inzwischen ist die vom reisetag recht uebermuedete gruppe zu bett (hier ist es zwar erst gegen mitternacht, aber nach deutschem biorhythmus halt schon 6 uhr frueh :)
und ich gebe noch schnell diese "erfolgsmeldung" einer guten ankunft fuer interessierte angehoerige ins netz. 

morgen sonntag werden wir die stadt ein erstes mal zu fuss erkunden, bevor es uebermorgen montag raus richtung osten nach santa clara und trinidad geht.  

bald mehr,
bis dahin alles gute nach d-land und ganz liebe gruesse aus dem quirligen, samtenen, wunderschoenen havanna,
thomas
 

Mittwoch   11. Mai 2011      Trinidad:

liebe leute,

die ersten schritte der reise durch cuba haben wir nun begonnen:

nachdem wir am sonntag altstadt und zentrum weitgehend zu fuss erkundet hatten,
machten wir am montag einige kilometer durch das cubanische tiefland richtung osten, bis wir das zentral gelegene santa clara erreichten, wo wir kurz das che-memorial besuchten (che guevara verbuchte in dieser stadt zur zeit der revolution seinen groessten erfolg, als er den munitions-panzerzug der diktatur enterte und damit den krieg entschied; hier ist er nun auch begraben) und dann durch den ort bummelten, und dabei sogar den noch am originalort erhaltenen panzerzug besichtigten.

spaeter erreichten wir die sierra escambray, ein mittelgebirge mit hotel an einem idyllisch gelegenen stausee. da die trockenzeit in diesem winter durch keine regenreichen kaltfronten unterbrochen wurde, ist der wasserstand des sees aber diesmal extrem niedrig, so dass die bootsfahrt am folgenden tag sozusagen wegen wassermangels ins wasser fiel. dennoch erreichten wir mit unserem bus unsere wanderstelle, einen traumhaft schoenen wald mit maerchenhaften wasserfaellen, die teiche bilden, in denen es sich wundervoll baden laesst..  :)

nachmittags erreichten wir trinidad, das koloniale kleinod der karibik:
nach einem 200-jaehrigen dornroeschenschlaf erwacht, scheint hier die zeit stehengeblieben zu sein: haeuser und strassen wirken wie zu den zeiten der grossen zuckerbarone, die die stadt vor 200 jahren verliessen und in ertragreichere gegenden zogen, so dass das hinter der sierra versteckte trinidad von keinem investor der neuzeit verschandelt wurde. heute zunehmend renoviert, gilt es als schoenste und besterhaltene kolonialstadt der karibik..

abends tanzt hier der baer -  bzw die cubis mit den touris um die wette und auch zusammen, macht riesig viel spass..!!  nebenbei traf ich hier auch mein vorangereistes toechterchen wieder, die uns nun wieder bis santiago begleiten wird.  mit ihren cubanischen freunden erkunden wir nun das hiesige beruehmte nachtleben..  :) 

nach einem ausgiebigen stadtbummel erholt sich die gruppe zurzeit am strand, waehrend ich die zeit nutze und hier eine kurze meldung fuer interessierte angehoerigen einstelle. 

morgen donnerstag wollen wir eine "tagesetappe" zu pferd zuruecklegen, bevor wir freitag wieder per bus weiter richtung oriente reisen. uebers wochenende werden wir dann das oestliche gebirge sierra maestra erkunden und zu fidels und ches bergversteck zu zeiten der revolution wandern.  doch davon ein andermal mehr.. 

uns allen geht es bestens, das wetter ist wolkenlos sonnig und angenehm warm, ueberall gute-laune-musik und leckere cocktails -  was will man mehr..??!!

ales gute und ganz liebe gruesse von einer gluecklichen gruppe und uns aus trinidad,
thomas
 

Dienstag   17. Mai 2011        Sierra Maestra und Santiago de Cuba:

liebe leute,

inzwischen sind wir in santiago de cuba im fernen osten der insel eingetroffen. 

die letzten tage reisten wir stetig ostwaerts und besuchten die stadtchen sancti spiritus, camaguey und bayamo, bevor wir im sierra-maestra-gebirge in einem kleinen kaffeebauerndorf an einem fluesschen einzogen, um in den bergen zur alten kommandantur der revolutionaere um fidel und che zu wandern.  nach der wanderung durch bluehenden gruenen wald und erkundung der unterm blaetterdach versteckten holzhuettensiedlung zeigte uns ein ordentlicher tropischer regenschauer, dass die wunderschoene wanderung auch leicht zur schlammschlacht haette werden koennen  - aber wir waren zu der zeit schon wieder unter dach und durften bei einem kaffebauern frisch geroesteten koestlichen cuba-kaffee probieren.. 

ueber die wallfahrtskirche el cobre mit der schutzheiligen cubas, der hemingway seine nobelpreismedaille stiftete und die im afrocubanischen santeria-kult als goettin ochun verehrt wird, erreichten wir gestern santiago. hier, in der wiege des son, ist alles musik und tanz: zurzeit finden die cubanischen son-tage statt  - ueberall treten gruppen und bands auf, an schlaf ist nachts kaum zu denken. aber schlafen kann man zu hause eh billiger :)

die naechtsten tage werden wir also hier die heisse trubelige stadt erkunden, das tanzbein schwingen und eine menge musik auf die ohren bekommen, bevor es am donnerstag mit dem fruehflug zurueck nach havanna geht.. 

euch alles gute nach d-land und ganz liebe gruesse aus santiago de cuba,
thomas
                                                                                                                      
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Sonntag  22. Mai 2011       Westen -  Tabakanbaugebiete und Abenteuer:

liebe leute,

die letzten tage hatte ich keine moeglichkeit fuer internet, deshalb bitte ich um entschuldigung fuer die spaete meldung.
auch jetzt habe ich nur wenige minuten, denn die werden hier einzeln verkauft und sind bereits fast verflossen, bevor man auch nur im postfach ist.. 

nach den heissen tagen in santiago brachte uns donnerstag der fruehflug planmaessig zurueck nach havanna, wo wie einen schoenen "letzten tag" (des kernprogramms) in der stadt, an den straenden und in den cafes und bars verbrachten, bevor ein teil der gruppe den heimflug antrat. soeben erhielt ich nachricht, dass sie gut eingetroffen sind -  vielen dank fuer die rueckmeldung !! :)

mit den "verlaengerern" sind wir derweil in den westen weiter gereist und befinden uns nach einem "abenteuertag" in der sierra del rosario, mit canopy -  da haengt man an rollen an einem stahlseil und flitzt am stahlseil haengend durch den wald und ueber einen see, machte allen (!!) viel spass :)
besuchten einen interessanten orchideen-garten und liessen es uns am pool eines waldhotels gut gehen.

heute sind wir in pinar del rio eingetroffen, dem wichtigsten tabakanbaugebiet cubas. 
hier wollen wir die produktion der weltberuehmten habanas kennen lernen und mit taschenlampen die groesste tropfsteinhoehle der karibik erkunden.  spaeter werden wir auf den cayos  - vorgelagerte korallenatolle, die tausende von inselchen vor der cubanischen kueste bilden -  noch ein paar tage entspannung finden an den schoensten "bacardi"-straenden unter palmen im tuerkisblauen wasser..

ich werde mich aus havanna wieder melden, da geht das leichter - 
bis dahin ganz liebe gruesse aus vinales,
thomas

Dienstag   24. Mai 2011        Antwort auf Reisebericht
Hollo Thomas, eure Reiseberichte sind ja wirklich nur sehr spärlich. Man kann dann nur in großeren Abständen reisen (virtuell). Aber euer Ausflug- canopy- hört sich ja wirklich abenteuerlich an- hoffentlich habt ihr reichlich Beweisfotos davon. Ansonsten könnte ja jeder behaupten, er ist da rüber und das mit Freude. Wir sitzen hier und lachen bei dem Gedanken, wie ihr da rüber seid. Liebe Grüße an Renate, Heidi, Elfriede und Micha und HM mit Manu.
Ganz liebe Grüße aus dem sommerlichen Berlin von Christiane, Sabrina und Bastian
 

Freitag    27. Mai 2011        Westen und Cayos:

liebe leute,

nachdem wir heute im westen die "heimreise" immer gen osten begonnen haben, sind wir soeben wieder in havanna eingetroffen:

die letzten tage verbrachten wir in einem schoenen hotel mit wunderbarem blick ueber das vinales-tal und erholsamen ausfluegen zu den "cayos", vorgelagerten korallenriffatollinselchen, wo man am weissen strand unter palmen wunderbar entspannen und dabei auch im riff zwischen bunten rifffischen schnorcheln konnte. nachdem wir cuba bereits im norden, sueden, osten und westen kennengelernt hatten, schauten wir uns die insel nun auch "von unten" an, indem wir in das groesste zusammenhaengende hoehlensystem der karibik einstiegen und im schein unserer taschenlampen fantastische tropfsteinformationen ausleuchteten.

ein befreundeter tabakbauer zeigte und erklaerte uns die tabakanbaumethoden und liess uns seine in rum fermentierten bauernzigarren kosten.  natuerlich hatten wir auch gelegenheit, eine tabakfabrik zu besuchen, um die herstellung der beruehmten "habanas" wie cohiba, monte cristi und romeo y juliet vor ort direkt verfolgen zu koennen. die bauern hier arbeiten wie in den 50'er jahren mit ochsengespannen, mit strohhut auf dem kopf und zigarre im stets freundlich grinsenden gesicht.

auf den vorgelagerten korallenriff-inselchen konnten wir dann im feinen weissen sand entspannen und uns nach den abenteuern der vielfaeltigen und gelegentlich etwas anstrengenden reise erholen. dazu konnten wir in booten zu den riffen zum schnorcheln ausfahren und mit kleinen sportkatamaranen segeln. gutes essen im schoenen hotel mi ttoller aussicht tat sein uebriges, um die letzte woche im westen zu einem ganz eigenen highlight werden zu lassen.. :)

inzwischen wieder in havanna eingetroffen, haben wir nun den letzten gemeinsamen abend mit langusten und salsa-tanzmusik ueberstanden -  morgen bleibt uns ein letzter tag an den straenden, bevor die gruppe gegen abend den heimflug antritt.  sobald alle heimwaerts unterwegs sind, werde ich hier einen letzten bericht fuer die diesjaehrige cuba-gruppe einstellen. 

bis dahin vorerst gute nacht und ganz liebe gruesse aus dem bunt-trubeligen havanna,
thomas
 

Samstag  28. Mai 2011       Heimreise der Cuba-Gruppe:

liebe leute,

nach einem letzten tag im sonnigen havanna ist die gruppe inzwischen auf dem heimflug:

da die computer des flughafens ausgefallen waren, dauerte das einchecken zwar ungewoehnlich lange, aber irgendwann war auch das schlangestehen ueberstanden, und wir tranken einen letzten gemeinsamen kaffee, bevor die gruppe durch die emigracion emigrierte.  der flug startete aufgrund der probleme etwas spaeter, duerfte seine verspaetung aber in paris ausgleichen, so dass die teilnehmer der reise relativ puenktlich zuhaus eintreffen sollten. genaueres erfahren angehoehrige im internet.. 

den letzten tag verbrachten wir je nach gusto am strand oder bei einem stadtbummel mit cafe-besuch. thabi und ich zogen um zu unseren freunden im bronx-artigen zentrum havannas, bevor wir uns alle fuer den flughafentransfer trafen und dort unseren einheimischen fuehrer manuel sowie den busfahrer tomás verabschiedeten, die uns die letzten wochen treu und aeusserst informativ begleitet hatten.

wir wuenschen allen heimfliegern einen ruhigen flug und gesunde heimkehr -  gebt uns doch bitte kurz bescheid wie der rueckflug verlief.
thabi und ich bleiben nun noch einige wochen im land, um neue ziele auszukundschaften: schon am wochenende wird thabi nach trinidad weiter reisen, spaeter werden wir wieder gemeinsam die zentralen cayos etc erkunden..

am 21. juni werden auch wir dann in berlin aufschlagen.  bis dahin werden wir hier nach moeglichkeit fuer interessierte noch die eine oder andere nachricht hinterlassen, mit den ueblichen cubanischen einschraenkungen (knapper internetzugang). aber wir beobachten mit freude und interesse, wie sich die lage hier in jeder beziehung taeglich verbessert: neue cafes, strassen- und verkaufsstaende an jeder ecke, ein buntes treiben, welches die musikgeladene atmosphaere jeden tag weiter entwickelt. sehr interessant, die zeiten in diesen tagen.. :)

ihr werdet von uns hoeren  - bis dahin ganz liebe gruesse noch aus cuba,
euer mann mit tochter in havanna,
thomas
 

Sonntag  29. Mai 2011       Cuba 2011:
Hallo ihr zwei Cubaner,
nachdem die Boardingzeit und die Abflugzeit sich wegen des Computerausfalles um zwei Stunden nach hinten verschoben hatte und wir anschliessend noch eine Stunde im stehenden Flugzeug ausharren mussten, sind wir letztendlich mit drei Stunden Verspätung abgeflogen, wohlwissentlich dass wir den Anschlussflug in Paris nicht mehr bekommen. Wir wurden dann auf 18:30 Uhr umgebucht, sodass wir letztendlich um 21:30 etwa zuhause waren.

Der Urlaub war, von dieser Sache mal abgesehen, wieder toll !!
Die Gruppe war sehr nett, die Ausflüge waren immer sehr informativ und die Verlängerungs-(Relax)-Woche war genau richtig.
Zuzeit läuft bei uns wieder Cubanische Musik im Hintergrund und mir fällt immer wieder irgend etwas von diesem Urlaub ein. Meine Entziehungerscheinung sind also noch nicht so schwerwiegend ;-)

Liebe Grüße an alle die uns kennen und besonders an diese Gruppe,
Michael und Elfriede


                                                                                                                      
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Mittwoch   1. Juni 2011      Gruß aus Havanna -  Artikel aus "amerika21":

liebe leute,

kurz vor aufbruch zu weiteren erkundungen im landesinneren und auf den cuba umgebenden cayos hier noch ein kurzer gruß von der arbeit aus havanna - 
und in kopie ein interessanter artikel aus dem online-portal "amerika21", welches aktuelle nachrichten aus lateinamerika in deutscher sprache vermittelt:

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26. Apr 2011 | Deutschland | Venezuela | Medien | Soziales
Zufrieden in Venezuelas "Wahl-Diktatur"
Wie eine Gallup-Umfrage die gängige Venezuela-Berichterstattung in Frage stellt

Von Christian Kliver
amerika21.de
26.04.2011 10:44

Dieses Ergebnis wirft Fragen auf:
Nach einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes Gallup geben 64 Prozent der Venezolaner an, mit ihrer Lebenssituation zufrieden zu sein (amerika21.de berichtete). Das südamerikanische Land, dessen Regierung in den vergangenen zehn Jahren massiv in den Ausbau des Sozialsystems investiert hat, findet sich damit an sechster Stelle in der globalen Statistik. In Deutschland wählten nur 44 Prozent der Befragten die Es-geht-mir-gut-Option.

Die Resultate der Umfrage wurden unter anderem in der Berliner Morgenpost aus dem Hause Axel Springer veröffentlicht, in dessen Medien Venezuelas Staatschef schon mal als "gewählter Diktator" tituliert wird. Ähnliche Bezeichnungen werden im Internet von Amateurmedien abgeschrieben.

Wir meinen: Die Diskrepanz zwischen Umfrage und Berichterstattung lädt zum Nachdenken ein.
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soviel zu dem artikel, der mich daran erinnert, bald auch mal in venezuela ein programm aufzulegen.. :)

glg zz noch aus havanna,
thomas

 

Montag     6. Juni 2011      Reiten in Vinales, "amerika21" zu Allende-Selbstmord:

liebe leute,

bei einer blitzrundfahrt noch einmal in den westen nach vinales und pinar del rio konnte ich in den letzten tagen das "cubas westen"-programm neu gestalten:  ein toller, aber fakultativer ausritt durch das tal der mogotes-kegelberge - mit erkundung einer weiteren höhle, die in früheren zeiten als zufluchtburg für geflohene sklaven fungierte, und erfrischendem bad in teichen unter kleinen wasserfällen, später spanferkel-essen bei einem tabakbauern, insgesamt ca. 4 stunden, davon ca. 2 stunden reiten -  wird unser zukünftiges go-west-programm nun also bereichern, ganz so wie es unsere letzte gruppe vorgeschlagen hatte. wer keine lust zum reiten hat, kann an diesem tag mit fahrrädern das wunderschöne tal erkunden oder zu fuß durchstreifen, oder einfach in aller ruhe den hotel-pool genießen.  zwei ausflüge zu den cayos, wie dieses jahr vorexerziert, runden das zuvor ja recht anspruchsvolle programm urlaubs- und erholungsmäßig ab.

im augenblick zurück in havanna, begebe ich mich morgen wieder richtung oriente (osten), wo ich thabi treffe und mit ihr noch ein wenig zentral- und ost-cuba erkunden will.


hier eine meldung, die evtl. unsere chile-sensibilisierten patagonien-fahrer interessieren könnte: 
vom vulkanausbruch im villarica-/osorno-gebiet habt ihr sicher schon gehört  -
hier aber noch etwas anderes, was nicht so viel rumerzählt wird:
"amerika21" berichtet, dass bei einer exhumierung der sterblichen überreste von salvador allende, dem demokratisch gewählten und 1973 in einem CIA-unterstützten rechts-putsch unter pinochet zu tode gekommenen präsidenten chiles, interessantes zu tage getreten ist: 
entgegen den bei uns kolportierten (in chile aber nie wirklich geglaubten) behauptungen, er habe sich angesichts der putschisten mit seiner kalaschnikov selber getötet, hat man nun in seinem schädel ein weiteres, kleineres einschussloch gefunden, welches eindeutig VOR den kalaschnikov-einschüssen eingetreten ist.  die mär vom selbstmord dürfte damit schnell widerlegt werden, denn es war nie wirklich nachvollziehbar, warum sich ein gewählter präsident angesichts der putschisten hätte umbringen sollen. viel einleuchtender war schon immer die version, dass man sich - um eine putschistenregierung anerkennen zu können -  des gewählten präsidenten definitiv hat entledigen müssen.
solche nachrichten sucht man wieder vergebens bei spiegel-online (und im deutschen blätterwald?)  - hier der link für interessenten:
http://amerika21.de/nachrichten/2011/06/34098/zweifel-selbstmord-allende

bis die tage,
ganz liebe grüße derweil aus havanna,
thomas
 

Donnerstag 9. Juni 2011         Trinidad etc:

liebe leute,

ein kurzer gruss aus trinidad, damit sich niemand sorgen macht:
gestern "befreite" ich thabi aus arg abgeschiedener lage irgendwo j.w.d. weit abseits der hauptstrasse auf dem land: eine mehrstuendige fahrt im mietwagen war noetig, um sie zu finden, in der huette einiger freunde, wo sie zwar eine schoene zeit hatte, nun aber froh war, dort rausgeholt zu werden -  ist auf dauer doch etwas arg geruhsam, um nicht zu sagen langweilig.. ;-) 

das holzhaeuschen stand neben einigen anderen mitten im nirgendwo, drumherum viele kilometer weit nur flaches land, viele rinder, viele reiher, die leute zu pferd oder in der kutsche unterwegs. zum wegkommen muss man stundenlange wanderungen in kauf nehmen, oder halt stundenlang auf einen lastwagen warten.  kein internet weit und breit, auch keine busse, schon gar keine fuer touristen.. 

die stundenlange fahrt ueber schlaglochpisten wurde erschwert durch die inzwischen mit macht eingesetzte regenzeit: viel zu spaet, ist sie nun um so heftiger ueber cuba herein gebrochen, sogar der erste hurricane soll sich schon heran schleichen. so musste unter draeuendem himmel streckenweise bei schrittgeschwindigkeit durch die loecher gewatet bzw drumherum gezirkelt werden, waehrend heftiger tropenregen niederprasselte, den der scheibenwischer keineswegs schaffte und das wasser die schlagloecher oft genug eh unsichtbar machte..

heute geniessen wir nun mit einigen freunden in trinidad einen weitgehend tatenlosen freien erholungstag und die inzwischen fast touristenfreie zone:  kaum noch ein auslaender, der sich in dieser jahreszeit nach cuba verirrt  - pool und restaurants ganz fuer uns allein, die vor kurzem noch heiss umkaempften buffets vereinsamt oder gleich ganz geschlossen.. 

die naechsten tage sind wir dann wieder auf dem flachen land unterwegs:  raus zur nordkueste wollen wir, einige unbekannte cayos (vorgelagerte korallenriff-inselchen) besuchen und auf gruppentauglichkeit pruefen.  einen zugang zum internet wird es dort wohl eher wieder nicht geben, hoffentlich wenigstens eine tankstelle  - daher hier noch einmal dieser gruss vor weiteren schweigsamen tagen. 

jedenfalls geht es uns gut und wir sind gern hier unterwegs, freuen uns aber inzwischen auch schon aufs heimkommen.. :)

alles gute nach hause und ganz liebe gruesse zurzeit aus trinidad,
thomas + thabi  :)
 

Montag 20. Juni 2011        Heimflug:

liebe  leute,

nach einigen wunderschönen letzten tagen bei erkundungen im land und an den traumstränden der cayos sitzen wir nun in havanna auf gepackten koffern und warten auf unseren abendlichen abflug nach europa.  morgen dienstag abend werden wir in berlin eintreffen - 
thabi nach immerhin 10 monaten nonstop in ganz lateinamerika, unterwegs zwischen feuerland und karibik, hohen anden und galapagos-inseln, einschließlich einer mehrmonatigen arbeit mit kindern in ecuadors hauptstadt quito, sie freut sich nun unbändig aufs heimkommen;
ich nach den drei erfolgreichen frühjahrsgruppen patagonien, galapagos und cuba und mit der aussicht auf nen haufen arbeit, sobald der flieger in d-land aufschlägt.. 

so ist dies nun der vorläufig letzte bericht hier im reisetagebuch,
fortsetzung folgt bei unserer freundeskreis-abreise im herbst nach fernost
nepal, bhutan und thailand   stehen dann an.

bis dahin wünsche ich allen mitlesern und interessenten des freundeskreises einen schönen sommer
(den ich überwiegend in meiner wahlheimat auf la palma verbringen werde),
alles gute und ganz liebe grüße noch einmal aus cuba,

thomas                                                                                                            
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